Servus liebe Freunde,

bis heute habe ich mich zu den Spekulationen, die zu unserem STADL die Runde machen, nicht geäußert. Da mir der Musikantenstadl jedoch sehr am Herzen liegt, werde ich jetzt und hier Position beziehen und mich für eine Sendung stark machen, die mit mir Millionen Menschen liebgewonnen haben.

vorab: Bitte TEILT diese Facebook-Seite und sagt es an alle weiter, die den Musikantenstadl behalten möchten:

zur Facebookseite: WIR SAGEN JA ZUM MUSIKANTENSTADL




Hier ein paar persönliche Worte dazu von mir:





Liebe Freunde,

ein herzliches Dankeschön für Eure zahlreichen Briefe, E-Mails und Postings auf meiner Homepage und der Facebook-Seite. Nicht immer bin ich in der Lage, jede einzelne Zuschrift ausführlich zu beantworten, dafür bitte ich um Nachsicht. Jedenfalls bin ich sehr darum bemüht, all Eure Zuschriften zu lesen und nach Möglichkeit auch zu beantworten.

Ein dominierendes Thema gibt es derzeit, das nicht nur Euch berührt, sondern auch in fast jedem Interview mit Radio oder Presse zur Sprache kommt: Die Zukunft des Musikantenstadls über 2015 hinaus.

Ich habe mich bisher an der Diskussion um eine Fortführung nach 2015 öffentlich nicht beteiligt, weil diese Entscheidung ausschließlich bei den Verantwortlichen der drei Sender ARD/BR, ORF und SRF liegt. Mich hat jedoch persönlich berührt, welch großes Interesse, ich möchte fast sagen, welch große Anteilnahme viele von Euch zeigen, ob, vor allem, wie es mit unserem Musikantenstadl nach 2015 weiter geht.

Es lohnt sich immer, für eine Überzeugung, für eine Sache, erst recht für unseren Stadl zu kämpfen. Darum versichere ich Euch meine Solidarität. Schreibt mir, aber auch den Verantwortlichen bei den Sendern weiterhin, wie Euch der Stadl gefällt, was ihr Euch wünscht, vor allem aber, haltet mit Eurer Meinung nicht hinter dem Berg. Und wenn Ihr wollt, dass es den Stadl noch weitere Jahre geben soll, dann scheut Euch nicht, dies dort zu sagen, wo man Euch nicht überhören kann.

Als Karl Moik am 5. März 1981 zum ersten Mal mit seinem Musikantenstadl auf Sendung gegangen ist, da konnte niemand ahnen, dass diese Show 33 Jahre später mit über vier Millionen Zuschauern pro Sendung noch immer zu den erfolgreichsten und beliebtesten Unterhaltungsshows im deutschsprachigen Fernsehen gehört.

Nun sagt es sich immer so leicht, man solle aufhören, wenn es am Schönsten sei, aber was bringt es den Zuschauern tatsächlich, wenn die die „Mutter aller Volksmusikshows“ !!! - im deutschen Fernsehen ersatzlos gestrichen wird? Für den Stadl spricht, dass er nach wie vor zu den erfolgreichsten und beliebtesten Samstagabend-Unterhaltungsshows zählt. Er ist die letzte große Volksmusikshow im deutschsprachigen Fernsehen und er verfügt über eine Stammseherschaft wie kaum eine andere Samstagabend-Show. Dass der Musikantenstadl die letzte und derzeit einzige Dreiländer-Eurovisionsshow am Samstagabend im deutschsprachigen Fernsehen ist, sei nur am Rande erwähnt. Der Musikantenstadl ist außerdem die einzig verbliebene Volksmusik-Show, in der noch Talente gefördert werden, und somit eine der letzten TV-Plattformen für vielversprechende Musikkarrieren.

Der große Erfolg dieser Sendung - unsere letzte Sendung aus Passau begeisterte immerhin 4,13 Millionen Zuschauer - ist das Ergebnis einer Teamarbeit professioneller Unterhaltungsmacher und Studio-Techniker, die geschlossen hinter mir stehen. Seit vielen Jahren arbeiten wir gemeinsam hart daran, dem volksmusikinteressierten Publikum einen kurzweiligen, unterhaltsamen Samstagabend zu bieten. Ich freue mich immer wieder, wenn mir Zuschauer sagen, dass sie sich schon Tage vor der Sendung auf diesen Abend im Ersten, in ORF 2 und dem Schweizer Fernsehen SRF freuen.

Und insbesondere für diese Menschen ist der Musikantenstadl gemacht! Nur was ist heutzutage „jung“ und was ist „alt“? Das Durchschnittsalter der Zuschauer müsse nach unten korrigiert werden, höre ich immer wieder hinter vorgehaltener Hand. Ich bin aber stolz darauf, sagen zu dürfen, dass unsere Stadl-Zuschauer im Schnitt 68 Jahre jung sind. Manche mögen eine solche Aussage vor dem Hintergrund eines weiter um sich greifenden Jugendwahns in unserer Gesellschaft sehr mutig finden, ist sie aber ganz und gar nicht. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir gerade diese Menschen, die aufgrund des demografischen Wandels eine immer größere Gemeinschaft bilden, und wie jeder andere Gebührenzahler, egal welchen Alters, Anspruch auf gute Fernsehunterhaltung haben, nicht vernachlässigen dürfen. Stadl-Zuschauer sind keine „Zapper“, sie sind Menschen, die sich ganz bewusst diese Sendung anschauen und auch dran bleiben.

Gerade sie, also diese älteren Zuschauer genießen meine Hochachtung und meine persönliche Wertschätzung, nicht zuletzt, weil wir dieser Generation – es ist unsere Eltern-Generation - unseren heutigen Lebensstandard, unsere Lebensqualität, verdanken. Ja, wir werden alle älter, aber verwirkt der Mensch mit zunehmenden Alter das Recht, nachdem er jahrzehntelang treu und brav seine monatlichen Rundfunkgebühren zahlen durfte, seinen Wünschen und Vorstellungen entsprechend unterhalten zu werden? Manchmal hat das den Anschein, wenn ich von einer „Verjüngung“ der so genannten Zielgruppe höre. Volksmusik oder volkstümlichen Schlager muss nicht jeder mögen, aber für diese Menschen, die von der Werbung inzwischen als „Best Ager“ und „Silver Ager“ hofiert werden, bedeutet der Musikantenstadl ein Stück „Heimat“, Unterhaltung, die Ihnen so gefällt wie sie ist und bei der sie sich wohl fühlen.

Können vier Millionen Zuschauer am Samstagabend irren? Ja, sagt das deutsche Feuilleton, dem die Haare schon bei Nennung unseres Sendenamens zu Berge steht. Nein, sage ich, weil wir authentisch sind und ein auf die Bedürfnisse unseres Publikums zugeschnittenes professionelles Unterhaltungsangebot präsentieren. Das zum Leidwesen mancher Kritiker und Gegner auch nach über drei Jahrzehnten noch erfolgreich ist.

Wenn ich drei Wünsche frei hätte, würde ich mir 1. mehr Toleranz dem Bedürfnis nach Unterhaltung unserer älteren Mitbürger und Zuschauer gegenüber wünschen, 2. ein klein wenig mehr Toleranz auch für Menschen, die einen anderen Musikgeschmack haben und 3. eine Tonträger-Industrie, die endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen möge und nicht weiter tatenlos zusieht, wie eine TV-Musikbühne nach der anderen vom Bildschirm verschwindet.

Danke an Euch Betreiber der Facebook-Seite „Sag’ JA zum Musikantenstadl“ - Ihr macht einen super Job ;-), bleibt unserem geliebten Musikantenstadl weiterhin treu.

Servus, Euer Andy